5 Tipps für ein modernes und effizientes Recruiting-Management

Mehr Flexibilität und Freiheit, Jobangebote unabhängig vom Wohnort und das alles in einem digitalisierten Umfeld: Die COVID-19-Pandemie hat nicht nur die Arbeitswelt verändert, sondern auch die Ansprüche der Jobsuchenden an die Unternehmen. Diese Entwicklung stellt die Recruiting-Branche vor neue Herausforderungen, wenn es darum geht, die passenden Fachkräfte zu finden. Aktuelle Trends im Blick haben, ein modernes Recruiting-Management aufbauen und smarte Tools sinnvoll zu nutzen – wie Sie diese und weitere Tipps erfolgreich umsetzen, erfahren Sie hier.

1. Die richtigen Anforderungen für neue Mitarbeitende definieren

Suchten Unternehmen bisher oft nach Fachkräften, die ein möglichst breites Spektrum an Fähigkeiten mitbringen, geht der Trend heute immer mehr dazu über, die Hard Skills innerhalb eines Teams aufzuteilen. Gleichzeitig wird auch stärker auf die Soft Skills geachtet: Welche Sozialkompetenzen bringen die Bewerber*innen mit und wie agieren sie innerhalb einer Gruppe? Werden intern bestimmte Qualifikationen benötigt, wird genau danach gesucht. Auf diese Weise entsteht ein Team aus individuellen Persönlichkeiten und Kenntnissen, ganz nach dem Motto “Voneinander lernen und miteinander wachsen”. Unterschiedliche Sichtweisen und Herangehensweisen sorgen außerdem dafür, dass durch einen regelmäßigen Austausch die Expertise des Unternehmens ausgebaut und das interne Know-how gefestigt und stetig erweitert wird.

 

IT-Fachkräfte werden verstärkt benötigt

Im Zuge der Digitalisierung und der damit verbundenen technologischen Weiterentwicklung durch Automatisierung, Cloud Computing und Co. nehmen die Datenmengen immer weiter zu. Um die Qualität im Umgang damit weiterhin zu gewährleisten und das Potenzial, welches sich daraus ergibt, auszuschöpfen, braucht es geeignetes Fachpersonal in den Bereichen User Experience und Data Analytics. Personalvermittlungsagenturen profitieren bei der Suche nach den passenden Fachkräften dann von Softwarelösungen mit intelligenten und KI-basierten Suchalgorithmen. Auf diese Weise können sie frühzeitig und im Sinne des active-sourcing-Ansatzes frühzeitig mit vielversprechenden Talenten in Kontakt treten.

2. Mitarbeiterzentrierung: Der Mensch im Fokus

Statt wie bisher in einer rollen-basierten Planung zu verbleiben, ist es also erforderlich, zu einer Skill-basierten Organisation überzugehen. Das kann zum Beispiel mit der Entwicklung einzelner Mitarbeitenden erfolgen, etwa durch gezielte Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Während die Beschäftigten dazu ermutigt und dabei unterstützt werden, ihre Interessen und Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern, profitieren die Unternehmen von den dazugewonnenen Kenntnissen, können sich diese verfügbar machen und strategisch einsetzen. Eine lernende Organisation lebt davon, dass das vorhandene Wissen fortwährend und durch individuelles Dazu-Lernen erweitert wird und somit kontinuierlich wächst. Unternehmen sollten also nach Möglichkeit jede sich bietende Chance nutzen, um den Angestellten Möglichkeiten dazu anzubieten. Gleichzeitig ist auch eine gewissenhafte und ordentliche Dokumentation dieser Weiterbildungsmaßnahmen notwendig, um den Überblick zu durchgeführten Maßnahmen zu behalten und von dem neu dazu erhaltenen Know-how profitieren zu können.


Was bedeutet das für Personalvermittler? Arbeitnehmer von heute suchen nach Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln und erwarten von Unternehmen, diesen Prozess zu unterstützen. Gleichzeitig wollen auch Arbeitgeber ein Gefühl dafür bekommen, wie engagiert Bewerber*innen sind und sich einbringen und zum Wachstum beitragen wollen. Für Personalvermittler ist dann wichtig zu wissen, welchen Umgang Unternehmen mit Weiterbildungsmöglichkeiten pflegen und wie sich die Wünsche und Bedürfnisse von Bewerber*innen einfach dokumentieren lassen. Zeitgemäßes Recruiting bedeutet auch, aktuelle Recruiting Trends im Blick zu haben und Kunden gegebenenfalls darüber zu informieren und wenn nötig, zu sensibilisieren.

3. Transformation der Führungskultur

90 % der befragten Teilnehmer für den Creating People Advantage Report 2021 der Boston Consulting Group sehen die Kategorie “People und HR strategy” als ein Thema an, das in Zukunft hohe Relevanz einnehmen wird. Teilgenommen an der Umfrage haben mehr als 600 Personen aus 113 Ländern und aus unterschiedlichen Hierarchieebenen. Auf Platz zwei (von 32) mit je 88 % folgen “Employee Engagement and well-being” sowie die generelle Entwicklung und Weiterbildung von leitenden Mitarbeitenden.

 

Human Resources als strategischen Partner mit einbeziehen

Bei personellen Veränderungen sollten HR-Abteilungen von Anfang an mit einbezogen werden, denn sie sind entweder direkt mit der Suche nach passenden Mitarbeitenden beauftragt oder stehen dazu mit Recruiting-Dienstleistern im Austausch. HR gilt dabei als Verknüpfungsstelle und lässt die Wünsche der Mitarbeitenden und Bewerbenden transparent werden. So können die richtigen Anforderungen an Skills und Mitarbeitende gestellt werden, um eine Transformation der Führungskultur zu unterstützen.

Gefragte Skills im Management-Bereich:

  • Bindungen aufbauen und fördern
  • Umgebung zum Testen und Lernen schaffen
  • Misserfolge erlauben und nutzen
  • Einfühlungsvermögen
  • Transparenz
  • Integration

Das traditionelle und betriebsorientierte Modell verändert sich also dahingehend, dass starre Vorgehensweisen aufgebrochen und durch neue Ansätze ergänzt werden. Dazu gehört auch, einen aktiven Umgang mit Veränderung zu etablieren und Chancen zur Weiterentwicklung zu nutzen.

 

Eine unterstützende und sichere Umgebung schaffen

Risiken einzugehen kann Horizonte erweitern und Sichtweisen verändern. Um damit erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen allerdings eine sichere Umgebung schaffen. Für ein verbessertes Gemeinschaftsgefühl kann die Verantwortung beispielsweise auf mehrere Personen aufgeteilt werden, statt auf den Schultern Einzelner zu lasten. Daneben sollten Freiräume zum Ausprobieren bestehen, in denen Teams unterschiedliche Ansätze und Herangehensweisen austesten und verschiedene Szenarien durchspielen können – zukünftige Risiken können so mutiger und entschlossener angegangen werden.

 

Was bedeutet das für Personalvermittler?

Stehen im Sinne des Change Managements interne Umstrukturierungen an, sollten Unternehmen bei Kooperation mit Personalvermittlungen über die geplanten Veränderungen offen reden. Eine offene Kommunikation trägt zu einer genaueren Ausrichtung des Recruitings bei und erhöht die Chancen, eine qualitativ bessere und langfristige Besetzung offener Stellen zu ermöglichen. Neben den passenden Mitarbeitenden spielt dann auch eine passende Software eine große Rolle für den Erfolg, die dabei hilft, geeignete Fachkräfte auszumachen und sich im Hiring Race einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.

Personalvermittlungen können in solchen Fällen auf Hilfe von Außen setzen: Technische Dienstleister mit Software-Lösungen im Recruiting-Bereich wissen genau, welche Anforderungen tagtäglich an die Recruiter herangetragen werden und was es braucht, um Prozesse zu verschlanken und effizienter zu gestalten. Mit maßgeschneiderten Tools und smarten Funktionen werden die Fachkräfte entlastet und sich stetig wiederholende Aufgaben automatisiert erledigt: von der Sichtung eingegangener Bewerbungen, der CV-Analyse, dem Anlegen von Mailing-Kampagnen, über Document Tracking bis hin zu einem optimierten Projektmanagement.

4. New Work: Moderne Arbeitsformen integrieren

Die Digitalisierung führt dazu, dass viele Unternehmen immer moderner werden, auf smarte Technologien setzen und mehr Flexibilität in den Arbeitsalltag einkehren lassen. Durch neue Möglichkeiten zur Vernetzung werden Absprachen vereinfacht, Zugriffe auf Systeme lassen sich durch Cloud Computing unabhängig von Zeit und Ort gestalten und Arbeitsformen wie Homeoffice, Mobile Arbeit und Remote Work sind auf dem Weg, sich fest zu etablieren. Für die Recruiting-Branche bedeutet das, dass je nach Kundenauftrag auch die Einzugsgebiete immer größer werden und mehr potenzielle Kandidat*innen für Jobangebote erreicht werden können. Mit der passenden Software für den Recruiting-Bereich lassen sich Top Talents zum Beispiel direkt auf Google-Maps anzeigen und passenden Jobs hinzufügen, und das jederzeit und von jedem Ort aus.

Erfahren Sie im Text “New Work: Agil und flexibel bleiben”, wie Agenturen ihr Recruiting- und Freelancermanagement effizient gestalten.

5. Konsequent auf Digitalisierung setzen

Wer nicht in die eigenen Strukturen investiert, hängt der Konkurrenz in Sachen Wettbewerb bald schnell hinterher. Digitalisierung sollte dabei nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance zum Fortschritt gesehen werden: Arbeitsprozesse können vereinfacht werden, Aufgaben automatisiert ablaufen und die Mitarbeitenden durch intelligente und intuitive Software effektive Unterstützung erfahren, die das Potenzial bietet, nachhaltig zu motivieren. Mit aifind, der Cloudsoftware für Personalberatungen, bringen Sie Geschwindigkeit und Leichtigkeit in Ihre Prozesse und profitieren von einer leistungsstarken Lösung – von Recruitern entwickelt und auf die speziellen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst:

  • Activity Tracking von Profilen und Kampagnen
  • effizienteres Projektmanagement 
  • Sales-Analytik für transparente Datenauswertung
  • CV-Analytics für passgenaue Ergebnisse
  • und vieles mehr

Fazit

Die Arbeitswelt steckt mitten im Wandel. Viele Unternehmen sehen sich dadurch aber mit neuen Herausforderungen konfrontiert, sei es kundenseitig oder intern durch die eigenen Mitarbeitenden. Diese Chancen zur Weiterentwicklung aktiv anzugehen und das Potenzial, das durch Digitalisierung, moderne Technologien und neue Arbeitsformen gegeben ist, für sich zu nutzen und auszuschöpfen, ist eines der Hauptanliegen. Modernes Recruiting-Management zeichnet sich dabei dadurch aus, relevante Themen aus der Branche im Blick zu haben und zu wissen, was Kandidat*innen bei der Jobsuche wichtig ist.

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