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Die Integration von Cloud Computing in Unternehmen: Internes Team oder externer Dienstleister?

Posted on 30. November 2017 14:04:01 MEZ

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Im Kontext der digitalen Transformation ist die Cloud schon längst ein wichtiger Bestandteil für die Optimierung von Arbeitsprozessen und Geschäftsmodellen in Unternehmen und Organisationen. Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG setzen in Deutschland zwei von drei Unternehmen auf Cloud-Dienste, Tendenz steigend.

Die Mehrzahl der deutschen Unternehmen setzt sich also mittlerweile aktiv mit dem Thema Cloud Computing auseinander. Entweder sie befinden sich in der Planung und Implementierung, oder sie setzen bereits Cloud-Services und -Technologien im produktiven Betrieb ein. Getrieben durch den digitalen Wandel setzen IT-Entscheider zunehmend auf die Vorteile der Cloud: Performance, Agilität und Verlässlichkeit.

In der Praxis geht es im Kern um zwei Bereiche: Zum einen um die Cloud-Anwendungen, die flexibel integriert werden können. Zum anderen um ganze Cloud-Infrastrukturen wie zum Beispiel Amazon’s Web Services (AWS). In beiden Fällen stehen Unternehmen, wie in anderen Fachbereichen auch, vor der Herausforderung die eigene Organisation auf Optimierungspotenziale hin zu überprüfen. Wo lassen sich noch Kosten einsparen, wo können Prozesse verbessert werden?

Dabei stellt sich vor allem die Frage, ob die Einführung und der Cloud-Betrieb intern oder durch externe, spezialisierte Dienstleister durchgeführt werden.

 

Vorteile der Cloud

Die Vorteile der Cloud liegen auf der Hand: Besonders die mögliche Kostenreduktion ist für Unternehmen ein entscheidender Aspekt. Kosten für das IT-Management können durch die Nutzung von Cloud-Diensten signifikant reduziert werden. Ferner können Unternehmen auf die Hardware-Ressourcen des Cloud-Anbieters zugreifen und müssen daher nicht selbst in die Anschaffung neuer und kostspieliger Infrastruktur investieren. Auch die Energiekosten und Entgelte für Fachexperten können erheblich minimiert werden.

Zudem fallen teure Upgrades für Software und Hardware weg, da diese die Anbieter der jeweiligen Cloud-Dienste übernehmen bzw. bereits in die Nutzungsentgelte einrechnen. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität von Cloud-Diensten hinsichtlich der Berechnung der beanspruchten Dienste: Unternehmen zahlen nur in Höhe der tatsächlich beanspruchten Ressourcen. Die benötigten Cloud-Dienste können daher je nach Bedarf jederzeit reduziert oder erhöht werden.

Schließlich bietet die Cloud aber vor allem die Möglichkeit schneller und agiler auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren. Durch den erhöhten Wettbewerbsdruck im Rahmen der Digitalisierung, müssen Unternehmen jederzeit reagieren können, um konkurrenzfähig zu bleiben. Eine Cloud-Infrastruktur ermöglicht kürzere Innovationszyklen und damit eine höhere Innovationsfähigkeit.

 

Herausforderungen in Unternehmen für den Cloud-Betrieb

Die Einrichtung einer Cloud-Umgebung ist für Unternehmen eine große Chance, birgt aber auch einige Herausforderungen. Wie bei jeder unternehmerischen Entscheidung ist das Verhältnis von Kosten und Nutzen eine Schlüsselkomponente. Durch die Nutzung einer Cloud-Infrastruktur müssen Unternehmen zwar keine eigene Infrastruktur aufbauen und betreiben, demgegenüber stehen jedoch erhöhte Anforderungen an das Personal und die Komplexität.

So gehört zu den größten Herausforderungen im Cloud-Betrieb beispielsweise die Sicherheit von Daten und die gleichzeitige Beachtung von Datenschutz-Vorgaben. In Bezug auf die Daten selbst sind rechtliche Vorgaben zur Auftragsdatenverarbeitung, des deutschen und des Europäischen Datenschutzrecht zu beachten (z.B. verbindlich die der EU-DSGVO ab dem 25. Mai 2018). Die Daten müssen aber auch in technischer und organisatorischer Hinsicht vor Verlust und Manipulation geschützt werden. Das Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt hier Hinweise auf die Risiken, die beim Betrieb der Cloud zu berücksichtigen sind. Zudem werden Maßnahmen empfohlen, wie diesen Risiken wirksam zu begegnen ist.

Weitere mögliche Problemfelder sind die Integration der neuen Cloud-Services in die eigene IT-Systemumgebung, sowie die individuelle Konfiguration von Service Management Prozessen. Unternehmen müssen sicherstellen, wie sie auf mögliche Ausfälle angemessen reagieren bzw. wie sie diesen durch Monitoring, Administration und Pflege der genutzten Systeme vorgebeugen kann. Wie kann zum Beispiel verhindert werden, dass eine Fehlkonfiguration das CRM des Unternehmens für die weitere Nutzung untauglich macht?

Oft unterschätzt werden auch formalrechtliche Vorgaben, wie etwa die Anforderungen an IT-Sicherheitsverfahren und Informationssicherheits-Managementsysteme (ISO 27001). Durch diese Vielzahl an Herausforderungen, setzen viele Unternehmen inzwischen auf spezialisierte Dienstleister, die den Cloud-Betrieb übernehmen.  

 

Der Vorteil von externen Dienstleistern

Statt die interne IT mit den Cloud-Anforderungen zu überfrachten, übernehmen spezialisierte Dienstleister die Einführung und den Betrieb einer Cloud-Infrastruktur, um die Vorteile der Cloud zu nutzen und gleichzeitig die genannten Herausforderungen zu bewältigen. Unternehmen profitieren dabei auf vielfältige Weise: Durch einen externen Dienstleister können Kosten eingespart, die Sicherheit gewährleistet und die Verfügbarkeit sichergestellt werden.

Die eigene IT kann sich in dieser Konstellation den eigenen Kernkompetenzen widmen, um sich, neben der reinen Kostensicht, auf die eigene Innovationsfähigkeit zu fokussieren und mögliche Ressourcenengpässe zu vermeiden. Das Unternehmen behält also die Kontrolle über die gesamte IT, während der Dienstleister den Betrieb der Infrastruktur und der Applikationen verantwortet.

 

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